Willkommen

Bei uns finden Sie ein vielfältiges Angebot rund um die Bewirtschaftung von Südpfälzer Streuobstbeständen.

Wir bieten Ihnen hochwertige Erzeugnisse wie schonend gekelterte Säfte und je nach Saison aromatisches Tafelobst wie Äpfel, Birnen, Zwetschen, Mirabellen, Renekloden, Süß-, Sauer- & Wildkirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Quitten und Wildobstarten wie Eberesche, Mispeln und Hollunder. Durch den Genuß unserer Streuobstspezialitäten tun Sie nicht nur Ihren Sinnen und Ihrer Gesundheit etwas Gutes, sondern tragen aktiv zum Erhalt unserer herrlichen Kulturlandschaft bei. Gerne informieren wir Sie per „Newsletter“ über unser aktuelles Angebot, das Sie auch hier auf unserer Internetseite finden. 

Wir beraten Sie zu naturgemäßem Obst-Anbau und Baumschnitt, Landschaftspflege, Landschaftsplanung, Gestaltung naturnaher Gärten sowie Beratung zur Sortenauswahl bei der Pflanzung und zur Pflege von Obstbäumen.

Ziele

  • Bewirtschaften, Pflegen und Bewahren von Streuobstwiesen als traditionellen Elementen unserer Kulturlandschaft
  • Erzeugen und Vermarkten eigener Streuobstprodukte von höchster Qualität
  • Zusammenarbeit mit Organisationen für Landschafts-, Natur- und Artenschutz
  • Bestimmen, Vermehren und Erhalt alter Obstsorten der Pfalz

Wir freuen uns daher über Ihre Hinweise zu alten Baumexemplaren mit seltenen oder regionalen Sortenbezeichnungen, um diese zu bestimmen und gegebenenfalls zu vermehren. Wir wollen alte Regionalsorten erhalten – auch um Ihnen zukünftig irgendwann 100 der ehemals 800 in der Pfalz nachgewiesenen, historischen Apfelsorten anbieten zu können.

Streuobstwiesen bewahren durch wirtschaftliche Nutzung

Neben Wäldern, Gemüse- und Weinanbauflächen sind extensiv genutzte, blütenbunte Streuobstwiesen mit ihren Apfel-, Kirsch-, Zwetschgen- oder Birnbäumen schöne und prägende Landschafts-Elemente unserer Region. Sie bilden Übergangsbereiche von Dörfern und Städten in die offene Landschaft. Für den Naturschutz ist diese „Natur aus Menschenhand“ von unschätzbarem Wert, denn sie bieten auf kleiner Fläche ein Mosaik an unterschiedlichen Lebensräumen mit vielfältigen ökologischen Nischen.

In den letzten vierzig Jahren sind mangels Pflege ca. 75 % der Südpfälzer Streuobst-Bestände verschwunden. Somit verlieren die dort vorkommenden Gemeinschaften aus Pflanzen, Insekten, Vögeln und Säugetieren ihren Lebensraum, auf den sie spezialisiert und angewiesen sind.

Seit 2003 arbeiten wir daher mit unseren Partnern aus Landschafts-, Natur- und Artenschutz zusammen und stellen Produkte mit Obst von Streuobstwiesen her, um zumindest einige dieser artenreichen und wertvollen Kulturbiotope erhalten zu können.

Pflegeaufwand für Streuobstwiesen

  • Neuanlage, Anpflanzen und Erziehen junger Bäume
  • Bäume durch naturgemäßen Rückschnitt fördern und vital erhalten
  • Früchte ernten und verwerten
  • Wiesen durch zweimalige Mahd oder Beweidung vor der Verbuschung schützen
  • Sandwälle und Trockenmauern instandsetzen und freihalten
  • Verblühte Stauden als Winterquartiere für Insekten und Futtervorrat für Vögel belassen
  • Abgestorbene Bäume als liegendes oder stehendes Totholz belassen

Naturgemäßer Anbau

Alle unsere Streuobstbestände werden ohne Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und mineralischer Düngemittel bewirtschaftet. Auch biologischer Pflanzenschutz ist bei uns die absolute Ausnahme und wird wenn, nur bei frisch gepflanzten Bäumen oder bei so empfindlichen Pflanzen wie Pfirsichen eingesetzt.

Die beste Grundlage gegen Schädlinge und Krankheiten ist noch immer ein intaktes Ökosystem und die richtige Pflege der Bäume.

Hohe Qualitätsmaßstäbe

Aus dem erzeugten Obst stellen wir Produkte her, die hinsichtlich Geschmack und Qualität Maßstäbe setzen. Der Verzicht auf jegliche Zusatz-, Aroma- und Konservierungsstoffe ist für uns ebenso eine Selbstverständlichkeit wie die Transparenz des gesamten Erzeugungs- und Herstellungsprozesses.

Die Grundlage für besondere Produkte ist besonderes Obst. Dieses wird bei uns nur verwendet, wenn es gesund, gut ausgereift und frisch ist.

Leistungsspektrum

Historische Tafelobstsorten

Neben unseren verarbeiteten Produkten bieten wir während der Saison eine große Vielfalt an historischen Tafelobstsorten an. Neben den ganz anderen Geschmackseindrücken im Vergleich zu den ‚Einheitssorten‘ sind hierbei eine Vielzahl an Sorten, die auch von Allergikern sehr gut vertragen werden.

Naturgemäßer Baumschnitt / Schnittkurse

Unsere Obstbäume werden ausschließlich nach dem schweizer Öschbergschnitt geschnitten, den ein Schwabe – Helmut Palmer – in jahrzehntelanger Arbeit zum ‚Palmer-Öschbergschnitt‘ perfektionierte. Diese Methode weicht aus guten Gründen weit von der ‚üblichen Lehrbuchmethode‘ ab. Wir schneiden Ihre Bäume nach diesem naturgemäßen System, sanieren Altbäume (was i.d.R. über mehrere Jahre geschieht) und geben Schnittkurse für Privatpersonen und Vereine.

Anbauberatung für Streuobst

Von der Planung der Junganlage über Sortenwahl, bis hin zur Durchführung geben wir Ihnen kompetente Hilfestellungen über alles, was im Streuobstanbau zu beachten ist.

Landschaftsplanung / Freiraumplanung

Gutachten, Stellungnahmen, Ausgleichsplanungen, Garten- und Freiraumgestaltung, regionalgerechte städtebauliche Planung

Hochwertiges Streuobst-Sortiment

Für unser stetig wachsendes Sortiment gelten höchste Qualitätsansprüche.

Verkauf von Obstbäumen

In Zusammenarbeit mit einer Partnerbaumschule bieten wir in erster Linie alte historische Obstsorten an. 

Umveredelungen / Mehrfachveredelungen

Manch Obstsorte erfüllt nicht die Ansprüche ihres Besitzers – der Baum soll jedoch unbedingt erhalten bleiben. Die von uns behandelten Bäume werden nicht wie üblich radikal verstümmelt, sondern schonend auf andere Sorten umveredelt. Die Bäume tragen meist bereits nach drei bis vier Jahren wieder reichlich Obst.

Kleiner Garten – viele Sorten an Obst: wir veredeln Ihnen mehrere Sorten einer Obstart auf Ihren Jung- oder Altbaum.

Landschaftspflege / Gartengestaltung

Wir führen Landschaftspflege durch, wo spezielle Kenntnisse erforderlich sind (z.B. in empfindlichen Biotopen), pflanzen Bäume nicht auf schnellstmögliche, sondern bestmögliche Art und Weise und geben Tipps für naturnahe Gärten.

Zusammenarbeit & Kooperation

Wir arbeiten zusammen mit den folgenden Südpfälzer Naturschutzverbänden: 

  • NABU e.V. (Naturschutzbund Deutschland e.V.)
  • B.U.N.D. e.V. (Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. – Südpfalz)
  • NVS e.V. (Natuschutzverband Südpfalz e.V.)
  • LPV e.V. (Landschaftspflegeverband Südpfalz e.V.)
  • Arbeitskreis Historische Obstsorten der Pfalz
  • LUNA Südpfalz e.V. (Leben und Natur Südpfalz e.V.)

Wissen zum Thema Streuobst

hier entsteht gerade ein Sammlung von Infos zu Streuobst wie Literaturtipps, Erfahrungen, Unterlagen zu den Schnittkursen, Eigenschaften verschiedener Obstsorten, Empfehlungen usw.

Als Streuobst bezeichnet man hochstämmige, in der Landschaft verstreut stehende Obstbäume verschiedener Obstarten. Sie bereichern nicht nur unser Landschaftsbild, sondern gehören mit ca. 5.000 teilweise sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten zu den wertvollsten Biotopen überhaupt.

Waren starkwüchsige Obstbäume mit Sämlingsunterlagen bis vor 50 Jahren die einzige Möglichkeiten Baumobst zu erzeugen, so wurden sie seither von ertragreicheren, leichter zu bewirtschaftenden kleinwüchsigen Bäumchen aus dem Erwerbsobstbau verdrängt. Diese benötigen jedoch intensivsten Pflanzenschutz. Aber gerade die wirtschaftliche Nutzung ist Voraussetzung für den großflächigen und dauerhaften Erhalt von Streuobstbeständen.

Wenn Sie unsere Arbeit interessiert bzw. Sie diese unterstützen wollen, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Wie Sie vielleicht schon wissen, haben wir uns zum Ziel gesetzt, einhundert historische Apfelsorten in unserem Sortiment anzubieten. Im Herbst / Winter 2010 konnten wir bereits ca. 30 Sorten an alten Apfel- und Birnensorten anbieten. Darunter sind solch feine wie klangvolle Sorten wie 'Köstliche von Charneux', 'Gräfin von Paris', 'Diels Butterbirne', 'Goldparmäne', 'Kaiser Wilhelm', 'Rheinischer Krummstiel', 'Graue Reinette', 'Transparent von Croncels', 'Landsberger Reinette', 'Rote Sternreinette'. Dazu bieten wir Ihnen zahlreiche, nicht mehr bestimmbare aber ungemein geschmackvolle Sorten an, von denen wir hoffen, sie irgendwann sicher bestimmen zu können.

Wußten Sie, daß in der Pfalz in den letzten 500 Jahren ca. 2.200 Baum-Obstsorten nachgewiesen wurden?

Darunter etwa 800 Apfel-, 650 Birnen-, 300 Kirschen- und über 200 zwetschenartige Sorten. Leider wurden bisher erst ca. 400 dieser alten Regionalsorten wiederentdeckt. Die Suche nach alten Sorten gestaltet sich schwierig, weil oftmals nur noch einzelne Baumexemplare existieren. Deshalb bitten der „Arbeitskreis historische Obstsorten der Pfalz“ und wir um Ihre Unterstützung: Melden Sie uns alte Baumexemplare mit seltenen oder regionalen Sortenbezeichnungen, damit diese bestimmt und ggf. vermehrt werden können.

Zu den Bewohnern von Streuobstwiesen gehören viele seltene und gefährdete Lebewesen. Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Steinkauz, Mittel-, Klein– und Grünspecht oder Schmetterlinge wie Zitronenfalter, Schachbrett oder Admiral finden ideale Bedingungen. Der Saftfluss von Kirschbäumen dient Hirschkäfern als Nahrungsquelle, abgestorbene Baumstämme sind Kinderstube für ihre Larven. Die Männchen mit ihrem imposanten Geweih sind mit bis zu 9cm Gesamtlänge die größten mitteleuropäischen Laufkäfer.

Auf Baumhöhlen und Spalten älterer Obstgehölze sind Baumbrüter und Baumhöhlenbewohner angewiesen, so z.B. Spechte, Eulen, Siebenschläfer und Fledermäuse wie Braunes Langohr oder Bechsteinfledermaus, die die Hohlräume als Sommerquartier für die Aufzucht der Jungen benötigen. Die blütenbunten Streuobstwiesen sind mit ihrer reichhaltige Insektenwelt in der Dämmerung und nachts Jagdgebiet für weitere Fledermausarten wie Abendsegler, Fransenfledermaus, Mausohr oder Zwergfledermaus.

Neben den Honigbienen sorgen unzählige Wildbienenarten für die Bestäubung der Bäume und nutzen die Blütenvielfalt der mageren Wiesen als Nahrungsquelle, Schlafplatz, Nistmaterial und zur Proviantierung ihrer Larven. Typische Arten sind Roteund Gehörnte Mauerbienen, Sand- und Furchenbienen, Pelzbienen, Seidenbienen und Hummelarten.

In den 1920er und 30er Jahren wurde der Oeschbergschnitt in der Schweiz unter Hans Spreng an der Kantonalen Obst- und Gartenbauschule Oeschberg zur Erziehung großkroniger Obstbäume entwickelt. Von Helmut Palmer wurde die Methode um 1950 nach Deutschland gebracht und weiterentwickelt.

Wir bieten regelmäßig Schnittkurse nach der Öschberg-Palmer-Methode an. Sprechen Sie uns gerne an!